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Geschichte des Vereins

Gruppe Oberndorf "Edelweißhorst"

Wie Alles Begann...

Nachdem der 1919 von der Landesregierung eingerichtete Jugendhort für Knaben und Mädchen 1923 geschlossen wurde, gründete Hermann Rasp, der damalige Leiter des Hortes, eine Pfadfindergruppe in Oberndorf. Als er im Jänner 1924 mit der Arbeit begann, genügte vorerst ein Klassenzimmer in der Volksschule. Am 2. März 1924 kam der Gründer des Österreichischen Pfadfinderbundes, „Papa“ Teuber, selbst nach Oberndorf und 10 Buben konnten in seine Hand das erste Pfadfinderversprechen ablegen. –
Noch im selben Jahr wurde eine alte Steinbruchhütte samt Grundstück an der Salzach erstanden, die erst renoviert und eingerichtet und schließlich im August eingeweiht wurde.
Im Jahr 1931 nahm die Gruppe am Bundeslager in Baden bei Wien teil, wobei sie erstmals Lord Baden-Powell, den Weltführer und Gründer der Pfadfinderbewegung kennen lernte.Als in den folgenden Jahren großen Arbeitslosigkeit herrschte, sammelte die Gruppe durch den alten Schöffleutbrauch des „Glöcklsingens“ Geld und Lebensmittel für die von der Gemeinde organisierte Schulkinderausspeisung.Anlässlich des 10-jährigen Bestandsjubiläums wurde „Papa“ Teuber, in Anerkennung der Leistungen der Oberndorfer Gruppe, die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Oberndorf verliehen.

Durch die Jahre...

1938 - 1948

1938 - 1948

Am 17. März 1938 vereinte ein großes Lagerfeuer vor dem Heim alte und junge Pfadfinder vorerst zum letzten Mal. Der Heimschlüssel musste der Hitlerjugend übergeben werden, denn die Pfadfinderbewegung wurde – wie alle anderen nicht national-sozialistischen Jugendorganisationen – verboten. In dieser Zeit verfiel das Heim zusehends.
Viele der ehemaligen Pfadfinder mussten an den verschiedensten Fronten für die Heimat einstehen, 37 lassen ihr Leben am Schlachtfeld. Ihrem Wunsch gemäß wird der Lagerfeuerplatz zum „Heldenhain“ umgewidmet.
Nach Kriegsende, am 30. Mai 1945, beschlossen die heimgekehrten Altpfadfinder, das verfallene Heim wieder aufzubauen. Unter Obmann Dr. Hans Heger und Gruppenleiter Hermann Rasp konnte nach 2 Jahren, am 7. Dezember 1947, das neue Heim, hergestellt aus übrigen Barackenteilen, eingeweiht werden.
Das erste Lager nach dem Krieg führte 1948 mit einem vom Weltkirchenrat beigestellten LKW ins Felbertal.

1951 - 1974

1951 nahm die Gruppe am großen Jamboree (Welttreffen) der Pfadfinder in Bad Ischl teil und traf erstmals mit Pfadfindern anderer Nationen zusammen.

Im September 1964 feierte die Gruppe ihr 40. Gründungsfest mit einem Zeltlager vor der Hauptschule. 200 Pfadfinder aus allen Gruppen des Landes Salzburg, Laufen, Freilassing und Traunstein können am Festabend begrüßt werden.
Gruppenleiter Hermann Rasp wurde die höchste Auszeichnung der Pfadfinder Österreichs, der „Silberne Steinbock“, überreicht und anlässlich der 150-jährigen Bestandsfeier der (damaligen) Marktgemeinde Oberndorf die „Goldene Ehrennadel“ verliehen.

1969 wurde das Heim nach den Plänen von Baumeister Ing. Pöschl ausgebaut. Damit wurde das Raumangebot bis 1974 verdoppelt und der alte Baubestand erneuert.
Als Hermann Rasp in diesem Jahr zu kränkeln begann, legte er nach fünfzigjähriger Tätigkeit für die Pfadfinder Oberndorf, im Jahre 1974 seine Funktion als Gruppenfeldmeister (heute Gruppenleiter) zurück. Da er wie viele andere Führungspersönlichkeiten seiner Generation alle Aktivitäts- und Leitungsfunktionen in seine Kompetenz gelegt und kaum delegiert hatte, musste er das Fehlen eines entsprechend vorbereiteten Nachfolgers schmerzhaft miterleben.

1974 - 1988

Von 1974 bis 1984 übernahmen abwechselnd Hugo Prassnigger und Hans Binder die Gruppenleitung. Ab November 1984 wurde Richard Pfeifenberger Gruppenleiter mit  Jürgen Prem als Stellvertreter. Dieses Duo brachte eine gewisse Kontinuität und Richtung in die Leitung und Ausbildung der Jugendlichen. Am 13. September 1984 starb Hermann Rasp nach einem aufopferungsvollen Leben im 88. Lebensjahr.
Mit dem Fehlen des Vereinsgründers formte die Gruppe nun zwangsläufig ihren eigenen neuen Stil, der stark von der Familie Prem beeinflusst wurde. Vater Bernd übernahm verschiedene Funktionen in der Vereinsleitung (Aufsichtsrat), Sohn Jürgen und Tochter Erika waren mit der Ausbildung der Pfadfinder (Alter 10 – 16 Jahre) und Wichtel/Wölflinge (Alter 7 – 10 Jahre) betraut.

1988 - 1994

Am 20.10.1988 übernahm Manfred Niederreiter, ein Freund und pfadfinderischer Weggefährte von Bernd Prem, die Obmannschaft des Vereins.
Unter seiner Initiative wurde das Papa-Teuber-Heim erneut erweitert: Die alten Barackenteile wurden bis auf das Grundgerüst erneuert und ein erster Stock mit insgesamt drei Patrullenräumen und einem neuen Dach aufgesetzt.
Im selben Jahr fand auch Landes-Georgs-Wettbewerb anlässlich des siebzigjährigen Bestehens der Gruppe Oberndorf und damit der Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Landes Salzburg statt. An die 1000 Pfadfinder*innen bevölkerten die Wiese beim Schulzentrum.

1994 - 1998

Aus familiären Gründen legten die Mitglieder der Familie Prem 1994 alle Funktionen in der Gruppe zurück. Dies war sehr einschneidend, da der Ausfall ihrer Jahrzehnte langen Erfahrung und Arbeitsleistung eine schier untragbare Belastung für den nun fast alleinstehenden Gruppenleiter Richard Pfeifenberger bedeutete. Als Retter in der Not bot sich Bernard Stockinger an, der gerade nach Oberndorf gezogen war. Der mit dem höchsten Ausbildungsgrad der Pfadfinderbewegung ausgestatteten Familienvater von drei Kindern war ein idealer Stufenleiter für die Guides/Späher (Alter 10 – 13 Jahre).

Als im Jahre 1995 der mit gesundheitlichen Problemen kämpfende Manfred Niederreiter durch den gestandenen Oberndorfer Pfadfinder Hans Hinterholzer abgelöst wurde, verstärkte sich ein neuer Führungsstil in Vereins- und Gruppenleitung.

Mit dem Eigentümer eines modernen Handelsbetriebes, Hans Hinterholzer, und dem im Vereinsjahr 96/97 neu gewählten Gruppenführer und Pädagogen, Bernard Stockinger, hielten modernes Management und Teamarbeit Einzug in die Gruppe, die zu diesem Zeitpunkt aus mehr als 50 aktiven Jugendlichen, aufgeteilt in die Stufen Wichtel/Wölflinge (Alter 7 – 10 Jahre), Guides/Späher (Alter 10 – 13 Jahre) und Caravelles/Explorer (13 – 16 Jahre), bestand. Die Einführung der vierten Stufe, der Ranger und Rover (16 – 20 Jahre), war noch ausständig und in Vorbereitung. Aktion und Motivation waren gefragt und innerhalb von zwei Jahren interessierten sich wieder mehr Altpfadfinder für Aufgaben innerhalb der Vereins- und Gruppenleitung.

1999

In den folgenden Jahren setzte sich der Aufschwung weiter fort, sodass die Gruppe Oberndorf bei der 75-Jahr-Feier im September 1999 107 aktive Jugendliche umfasste, die in den nun vollständig vorhandenen vier Stufen betreut wurden. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass gerade die beiden Stufen, die in fast allen Gruppen traditionell mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, nämlich die CaEx und RaRo, in Oberndorf zu den stärksten des ganzen Landesverbandes Salzburg gehören.
Ein großes Problem beschäftigte aber den Aufsichtsrat und die Gruppenleitung auch in Oberndorf: der akute Leitermangel. Der verdoppelten Kinderzahl stand praktisch ein zahlenmäßig gleichgebliebenes Leitungsteam gegenüber, sodass immer wieder ein Aufnahmestopp ausgesprochen werden musste.

2000

Im Jänner 2000 kam es zu einer Anpassung der Statuten, angelehnt an die neue Verbandsordnung der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs. Außerdem wurde der Aufsichtsrat neu gewählt, wobei besonders Grabmayr Anton zu erwähnen ist, der Aufsichtsratsobmann Hinterholzer Hans in dessen Funktion nachfolgte. Letzterer konnte aus Berufsgründen als Obmann nicht mehr kandidieren, blieb der Gruppe aber als Obmann-Stellvertreter erhalten.

Das Hauptziel des Jahres 2000 war die Absicherung der Erfolge und des Aufschwunges der letzten Jahre bezüglich der Mitgliederzahl und des Erhalts der vier Stufen. Bemerkenswert ist einerseits, dass seit dem Herbst 2000 alle Stufenheimstunden am Samstag angesetzt waren und andererseits, dass es gelungen war, immer öfter junge Erwachsene, die in der Gruppe „groß“ geworden waren, für die Leitung zu gewinnen. Auch die Tatsache, dass der Anteil weiblicher Führungskräfte in allen Stufen anstieg, war erfreulich. Der Ruf, den die Gruppe Oberndorf genoss, wurde auch dadurch bestätigt, dass am 24. September 2000 an Gruppenleiter Bernard Stockinger als offiziellem Vertreter der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Salzburgs vom Landeshauptmann von Salzburg, Dr. Franz Schausberger, das Abzeichen „Ehrenamt“ für Tätigkeit im Bereich des „sozial- und jugendpädagogischen Ehrenamtes“ verliehen wurde.

2001

2001 hatte auch für die Oberndorfer PfadfinderInnen und den neu gewählten AR-Obmann Hans Weiner mit Stellvertreterin Gerda Baumgartner einen besonderen Höhepunkt zu bieten: das Bundeslager – b.open der PPÖ in St. Gilgen. Von 16. bis 26.07.2001 mischten sich Mitglieder des AR als Unterstützung der Leitungsteams unter die ca. 6000 Teilnehmer*innen. 

Außerdem präsentierte sich die Gruppe in Oberndorf anlässlich der Feierlichkeiten zur Stadterhebung durch ein Schaulager im südlichen Stadtpark mit Lagerbauten, Info-Zelt und Dia-Show und einem umfangreichen Kinderprogramm. Angeführt von einer der etlichen Musikkapellen zogen an die 100 Pfadfinder*innen, vom Wichtel bis zum Rover, beim Festzug mit und gaben für die Öffentlichkeit ein prächtiges Bild ab.

2002

Um der neuen Situation gerecht zu werden – Oberndorf war inzwischen zur viertgrößten Gruppe des Landesverbandes Salzburg herangewachsen – wurde 2002 der Lagerfeuerplatz zu einer großen Naturarena erweitert.
Gruppenleiter Bernd Stockinger konnte sich ab Herbst 2002 aus der Doppelbelastung von Gruppen- und GuSp-Stufenleitung zurückziehen, um sich ganz der immer aufwendigeren GL-Arbeit zu widmen. Wichtig für die weitere Gruppenentwicklung wurde der erfreuliche Umstand, dass es ab dem Beginn des Arbeitsjahres 2002/03 mit Frau Mag. Veronika Stockinger zum ersten Mal bei den PFO eine Gruppenleiterin gibt. Seit ihrem 8. Lebensjahr Pfadfinderin, hat sie sowohl als Kind und Jugendliche, als auch als Leiterin alle Stufen der PPÖ durchlaufen und ihre Leiterinnenausbildung mit dem Woodbadge für CaEx erfolgreich abgeschlossen.
Stadtpfarrer Mag. Nikolaus Erber konnte als Gruppenkurat gewonnen werden und es gelang ihm schon bald, eine ausgezeichnete Verbindung zu den Gruppenmitgliedern aufzubauen.

2003

Ab 2003 liefen unter der neuen Obfrau Gerda Baumgartner, der ersten Obfrau der Vereinsgeschichte, und Stellvertreter Wolfgang Mittasch die Maßnahmen und Planungen für die 80-Jahr-Feier an.

Die Pfadis wurden immer mehr zu einem nicht mehr wegzudenkenden Fixpunkt im Geschehen der Stadt Oberndorf, sei es bei der zur Tradition gewordenen Gestaltung des Festgottesdienstes zu St. Georg, bei einem Staffellauf am 9. und 10.5. für die Kirchensanierung (Ergebnis: € 5.000,-), als Organisator eines Schaulagers beim Bauernherbstfest der Raika-Oberndorf, oder bei der Abholung des Friedenslichtes vom ORF-Landesstudio Salzburg und der Verteilung auf dem Kirchplatz am 24.12., um nur einige Beispiele zu nennen.

Im Herbst 2003 wurde eine neue Stufe für alle Mitglieder über 21 Jahre, die Alt-RaRo, gegründet, die zwar aus dem Ausbildungskonzept der PPÖ herausfällt, aber für die Gruppe als Reservoir für Führungskräfte und als Helfer bei Großprojekten von großer Bedeutung ist.

2004

Das Jahr 2004 war vom Gruppenlager am Lipplgut anlässlich der 80-Jahr-Feier der PFO vom 23. bis 26.9 geprägt. Trotz widrigster Wetterverhältnisse gelang im Zusammenspiel aller Kräfte eine beeindruckende Veranstaltung, bei der viele nationale und internationale Gäste begrüßt werden konnten, die ihre Verbundenheit zur ältesten noch existierenden Pfadfindergruppe Salzburgs dokumentierten.

Die Anmietung des Objektes „Haggenstraße 1“ als zweites Heim und Materiallager trug dem gestiegenen Raumbedarf optimal Rechnung und war die Voraussetzung für die strukturelle Schaffung der Biber, einer neuen Stufe für die 5-7-Jährigen.

Ende 2004 war die Zahl der registrierten Gruppenmit­glieder im Vergleich zu 2003 um ca. 20%, auf 133, die Zahl der ehrenamtlichen LeiterInnen auf 28 Personen in 6 Stufen angewachsen. Der akute Leiter*innenmangel des Jahres 1999 konnte damit beendet werden. Über den Aufgabenbereich in der eigenen Gruppe hinaus waren und sind jetzt Oberndorfer Leiter*innen sogar auf Landes- und Bundesebene in verantwortlichen Führungsfunktionen tätig.
Besonders schön ist auch die Tatsache, dass unter den Leiter*innen ein echter Freundeskreis entstanden ist, der sich über die Pfadfinder*innenarbeit hinaus verbunden fühlt.

2005

Im Jahr 2005 standen einerseits die Festigung des neuen, hohen und anspruchsvollen Niveaus, andererseits die weitere Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Gruppe durch gemeinsame GR/AR-Sitzungen und Aktivitäten, wie z.B. die Winternachtwanderungen, im Mittelpunkt. „Und longsom wochs‘ ma zsom“, das Motto der 80-Jahr-Feier, war und ist das Ziel, zu dem alle ihren Beitrag leisten müssen. Für die Biber wurde in einer zusätzlichen Erweiterung des Heimangebotes die alte Grillhütte zum gemütlichen „Biberbau“ umgestaltet.

2006

Mit Jahresbeginn 2006 wurde eine Neuwahl der Vereinsleitung notwendig, da Gerda Baumgartner das Amt der ARV nach drei Funktionsperioden niederlegte. Als Nachfolger wurden Wolfgang Mittasch zum AR-Vorsitzenden und Paula Brunner zur ARV-Stv. gewählt.
Unter ihrer Führung und im Zusammenspiel mit der Gruppenleitung wuchsen GR und AR immer weiter zusammen, was man in vielen Zeichen und Gesten spürte. So veranstaltete die gesamte Gruppe für Gruppenleiter Bernard Stockinger ein Überraschungsfest mit Kanufahrt auf der Salzach anlässlich seiner 10-jährigen GL-Tätigkeit. Außerdem wurde für ihn von den WiWö und GuSp in Anlehnung an den „Eagle-Scout“, dem höchsten Leiterrang der Boy-Scouts of America, ein eigener Ausbildungskurs zum „Igel-Scout“ organisiert.

Im Zuge der gemeinsamen Winterwanderung legten AR-Mitglieder (Paula Brunner, Andrea Holzer und Ewald Seemayer) ihr Pfadfinder*innenversprechen ab bzw. erneuerten dieses (Paul Schaufler, Wolfgang Stürzer), um ihre Verbundenheit zu den Pfadfinderinnen und Pfadfindern auszudrücken.

2007

Das Pfadfinderjahr 2007 war natürlich von den 100-Jahre-Pfadfinder-Feierlichkeiten geprägt, die sich über das ganze Jahr hinzogen, wie z.B. das große Festwochenende auf dem Residenzplatz in Salzburg und die Gestaltung des feierlichen Hochamtes in Mülln für den gesamten Landesverband.

Im Zuge der Winterwanderung 2007 legten weitere AR-Mitglieder das Versprechen (Karin Kastberger, Erni Prassnigger, Herbert Bauchinger, Kurat Klaus Erber) ab bzw. erneuerten (Verena Antlinger) dieses.

Die Einführung der Biber-Stufe erweist sich rückblickend als voller Erfolg, Anglöckeln und Sternsingen können wieder als echte Gruppenaktivitäten bezeichnet werden.

Der außerordentlich erfolgreiche Weg, auf dem sich die PFO befinden, wird auch dadurch offensichtlich, dass mit 143 Mitgliedern ein neuer Höchststand erreicht und daher der Ausbau des Pfadiheimes notwendig wird. Die konkreten Planungen dazu beginnen im Sommer 2007.

2008

2008 war von den Aktivitäten rund um den Um-bzw. Neubau des Pfadiheimes (Phase 1: winterfest und dicht) geprägt, der am 2. Mai begann. Dafür waren Kosten von € 210.000,- geplant, die zu je einem Drittel vom Land Salzburg, der Stadtgemeinde Oberndorf und den PFO finanziert werden.

Der regelmäßige Heimstundenbetrieb des Heimjahres 2008/09 konnte wegen der Baustelle (Sicherheit!) erst mit den Feierlichkeiten zu Allerheiligen am 8.11. aufgenommen werden. Das und die erschwerten Bedingungen durch die Baumaßnahmen stellten an die Stufenteams, aber auch an die GL und den AR besondere Anforderungen, die einerseits an die Grenze der Belastbarkeit führten (ca. 4.000 freiwillige Arbeitsstunden), aber auch sehr zusammenschweißten und die Tragfähigkeit der Gruppe bewiesen.

2009

Das Pfadfinderjahr 2009 stand weiterhin im Zeichen der Bauarbeiten an unserem Pfadiheim (Phase 2: Trockenausbau). Erschwerend kam hinzu, dass völlig überraschend eine Generalsanierung (Holzriegelaufbau, Bodenplatte) des einsturzgefährdeten Altbestandes notwendig wurde, die sowohl die finanziellen (ca. € 30.000,- Mehrkosten), als auch zeitlichen Ressourcen enorm belasteten.
So war der erhoffte Eröffnungsbeginn mit Beginn des Heimjahrs 2009/10 nicht zu halten und musste auf Herbst 2010 verschoben werden. Dennoch wurde die Vorfreude auf die neuen Räumlichkeiten unter den Gruppenmitgliedern immer größer und auch die Biber erhielten ihren „Bau“ im neuen Heim unter einem gemeinsamen Dach, da der alte Biberbau als Materiallager vorgesehen war. Inzwischen stieg die Zahl der Arbeitsstunden der Bauhelfer*innen schon auf weit über unglaubliche 6.000. 

Ab April wurde GL Bernard Stockinger darüber hinaus zur Unterstützung der Landesleitung zum Landesbeauftragten für Gruppenleiter*innen, ab Oktober zum stellvertretenden Landesleiter der Salzburger Pfadfinder und Pfadfinderinnen bestellt.

2010

2010 wird als das Jahr der Fertigstellung des größten Bauprojektes der PFO in die Chronik eingehen. Nach 2,5 Jahren Bauzeit konnte das neue Pfadiheim unter Einhaltung des Finanzierungsplanes am 16.10. in einem beeindruckenden Festakt im Beisein vieler Ehrengäst*innen, wie z.B. des Bürgermeisters von Oberndorf, Peter Schröder, sowie seiner Amtskollegen aus St.Georgen, Nußdorf, Göming, St. Pantaleon und Laufen, Hans Feil, des Präsidenten der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs, Peter Reimann, des Präsidenten der Salzburger Pfadfinder und Pfadfinderinnen, Hans-Georg Keplinger, zusammen mit dem fast vollzähligen Präsidium und des Landesleiters Manfred Auerbach und seiner Stellvertreterin, Brigitte Erda, eröffnet, von Dechant, Kurat Mag. Nikolaus Erber eingeweiht und den Kindern und Jugendlichen übergeben werden.

Gleichzeitig wurde nach 6 Jahren der Pachtvertrag für das Haus Haggenstraße 1 beendet und zur vollen Zufriedenheit der Besitzer zurückgegeben. Inzwischen fast 160 Mitglieder rechtfertigen den großen finanziellen Einsatz und die fast 8.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden und lassen in eine optimistische Zukunft der Pfadfinder*innengruppe Oberndorf schauen.

2011

Das Vereinsjahr 2011 brachte nach 5 Jahren wieder eine Änderung in der Funktion des AR-Vorsitzenden, da Wolfgang Mittasch nicht mehr kandidierte, aber als AR-Mitglied dem Verein weiter zur Verfügung stand. Als Nachfolger wurde Hans Hinterholzer als ARV gewonnen und zusammen mit Paula Brunner als ARV-Stv. gewählt. Damit schloss sich der Kreis, denn Hans hatte diese Funktion schon einmal in den Jahren 1995-2000.

Noch offene Abschlussarbeiten am Heim und die pädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen standen in diesem Jahr im Mittelpunkt.

Ein Höhepunkt des Jahres war die große Herbstübung der FFO, bei der erstmals ein Brand in unserem Heim simuliert und die richtigen Verhaltensweisen im Zusammenspiel zwischen Einsatzkräften, AR, Leiter*innen und Jugendlichen erfolgreich geübt wurden. Das neue Heim bewährt sich sehr und bietet die erwartete Beheimatung für die große Zahl der Mitglieder.

2012

Das Vereinsjahr 2012 startete im Jänner mit einer echten „Outdoor-Veranstaltung“, der AR/GR-Nachtwanderung über den Haunsberg, die wirklich alles zu bieten hatte, was ein Pfadiherz begeistert: Gemeinschaft, Aktivität in der Natur, Regen, Schneesturm, eine super Verpflegung und dann das gemütliche Zusammensitzen im großen Gemeinschaftsraum des Heimes. Dieser gelungene Start fand seine Fortsetzung über das ganze Jahr hin: im Februar ein Weidenflechtkurs, im März Pfadibesuch aus Australien, Georgswochenende im April, Sonnwend an der Salzach im Juni, ein rauschendes LV-Herbstfest mit vielen Auszeichnungen für Mitglieder aus GR und AR im September, im Oktober AR/GR-Wanderung auf den Schlenken und die Teilnahme am Betriebe- und Vereineturnier des Eisschützenclubs Oberndorf, im November das Allerheiligenlagerfeuer und zuletzt als Jahresabschluss der Weihnachtsmarkt, das Anglöckeln, die grenzüberschreitende Friedenslichtübergabe an die Laufener Pfadfinder*innen auf dem Europasteg und das Sternsingen in der Schöffleuttradition im Dezember. Dazu kamen noch die vielen Heimstunden, Lager in Langenlois (NÖ), Techuana (K), Venedig und Bransgore (Südengland), Wochenendaktivitäten und Events eines unfallfreien und erfolgreichen Pfadijahres.

2013 - 2014

Das Vereinsjahr 2013 und die erste Hälfte des Vereinsjahres 2014 waren im Wesentlichen durch die Vorbereitung auf die vielfältigen Großereignisse ab Mitte 2014 gekennzeichnet.

Ab Beginn 2014 übernahm Paula Brunner die Funktion der ARV, da Hans Hinterholzer nach drei Jahren nicht mehr kandidierte, GL Bernard Stockinger wurde zum ARV-Stv. gewählt. Mit dem Festausschuss unter ihrer Leitung wurde anlässlich der 90-Jahr-Gründungsfeier der Gruppe Oberndorf ein Gruppenlager vom 12. – 14.9.2014 auf dem Lipplgut (OÖ) geplant und vorbereitet.
Gleichzeitig waren aber auch viele Leiter*innen und AR-Mitglieder der PFO als Programmverantwortliche, Mitarbeiter*innen in verschiedenen Bereichen und als Stufenleiter*innen bei der Vorbereitung und Umsetzung des Salzburger Landeslagers „Wurzl 14“ vom 3. – 13.8.2014 in Bad Hofgastein engagiert, Bernard Stockinger als Landesleiter-Stellvertreter in der Lagerleitung. Das gesamte Kontingent der PFO umfasste teilweise fast 60 Personen. Beide Lager konnten mit Fug und Recht als pfadfinderische Höhepunkte ganz besonderer Art bezeichnet werden, geprägt vor allem durch eine mitreißende Stimmung zwischen den Teilnehmer*innen.

Der dritte Höhepunkt des Jahres war die äußerst gelungene und homogene Übergabe der Gruppenleitung am 13.9.2014 von Veronika und Bernard Stockinger nach 12 bzw. 18 Jahren in dieser Funktion an Sabine Kletzl und Roman Hock.
Veronika und Bernard wurden durch die Verleihung des neu kreierten Ehrenmedaillons bzw. des Ehrenringes der PFO zu Ehrenpfadfinder*innen der Gruppe Oberndorf ernannt. Beide blieben im AR und somit den PFO weiterhin eng verbunden. Sabine und Roman nahmen ihre neue Aufgabe in erfrischender, kompetenter und professioneller Weise im letzten Jahresdrittel wahr.

Aber das Jahr hielt noch zwei weitere Überraschungen bereit: am 12.11.2014 würdigte das Land Salzburg die jahrzehntelangen ehrenamtlichen Verdienste von ARV-Stv. Bernard Stockinger mit der Verleihung des „Großen Verdienstzeichens des Landes Salzburg“ durch den Salzburger Landeshauptmann, Dr. Wilfried Haslauer. Außerdem wurde ihm am 10.12.2014 das höchste Ehrenabzeichen der PPÖ, der „Silberne Steinbock“, durch den Präsidenten der SPP, Hans-Georg Keplinger, in Vertretung des Bundesverbandes der PPÖ, verliehen.
Nach dem Gründer Hermann Rasp war er erst der zweite Oberndorfer, dem diese Auszeichnung zuteilwurde.

2015

Ab 24. 1.2015 übernahm ARV-Stv. Bernard Stockinger die Funktion des ARV, zur ARV-Stv. wurde Paula Brunner gewählt. Das Jahr 2015 brachte Zeit für die Einarbeitung der neuen Führungsteams an der Vereinsspitze (AR und GL). Es zeigte sich, dass die Übergabe dieser wichtigen Funktionen ausgezeichnet funktioniert hat und die Vereinsarbeit ohne einen Bruch weitergeführt wird.

Im Frühjahr 2015 gelang es einem Team unter Leitung des ARV nach jahrelanger Recherche und Beweismittelfindung bei der Vereinsbehörde der BH Salzburg-Umgebung die offizielle Anerkennung des 6.10.1924 als vereinsrechtliches Gründungsdatum der Pfadfindergruppe „Edelweißhorst“ Oberndorf zu erreichen. Die PFO sind somit die älteste, existierende Pfadfindergruppe des Bundeslandes Salzburg, die ihre Jugendarbeit unter Hermann Rasp allerdings nachweislich bereits am 2.1.1924 aufgenommen hat. Auch die exakte Entstehung des Gruppennamens ist jetzt klar.

Hermann Rasp berichtet: „In Oberndorf bestand bis zum 31. Dezember 1923 ein „Jugendhort“. – besser gesagt: ein „Knabenhort“, denn „Jugendhort“ für Knaben und Mädchen war er schon seit dem Frühjahr 1922 nicht mehr. Im Jahre 1923 hatte ich es nun unternommen, die Buben für das Wandern, seine Schönheiten und seine Freuden zu begeistern. Wir bildeten eine Wandergruppe im Hort. Ein Geschenk der ehemaligen Hortinspektorin für Salzburg Frl. Marie Höfler machte es möglich, zehn Jungen mit gleichen Hosen und Hemden zu bekleiden. Wir hatten eine „Wanderkleidung“. Frau Kletzl von Oberndorf spendete drei Hüte für die „Fahnenjunker“ und am 24. Juni 1923 konnte sich die Wandergruppe „Weiße Elf“ in ihrer „Tracht“ anlässlich der Denkmalenthüllung zum ersten Mal zeigen. Einen Wimpel in Weiß, die eine Seite auf weiß-roter Raute ein „W 11“, auf der anderen Seite auf grüner Raute ein Edelweiß, die Sehnsucht der Älpler. Die Wimpelspitze krönte ein silberner Fußball, eine Spende Herrn Georg Kirchers, Goldschmied in Laufen. …

Hierauf meldete ich meine Jungen mit dem Jahre 1924 als „Edelweiß-Horst“ der Pfadfindergruppe in Wien an.  Also der 2. Jänner führte uns heuer das erste Mal zusammen. Ich erzählte ihnen von Wölflingen, ihren Sitten und Gebräuchen aber auch von ihren Pflichten – alle waren sie begeistert davon, freilich unser „Heim“ blieb nach wie vor mein Schulzimmer. Ich konnte 19 Wölflinge zählen, es war also fast dieselbe Zahl, wie ich sie früher im „Hort“ hatte. – Wir nannten unsere Gruppe „Edelweiß-Horst“ – die Bezeichnung „Horst“ hatte ich in Salzburg gelesen und sie gefiel mir besser als „Gruppe“ – das „Edelweiß“ war schon im Vorjahre unser Führer in der Bergwelt, es sollte uns auch den richtigen Pfad ins „Pfadfinderleben“ führen.“

Zwei ganz besondere Pfadfinder unserer Gruppe haben in diesem Jahr ihre „Lebensaufgabe erfüllt und sind nach Hause gegangen“: Nachbar Haggenstraße 2, Altpfadfinder Josef Schober und Alt-und Ehrenpfadfinder Ludwig „Lucki“ Kunesch. Beide hinterließen eine große Lücke und wir werden ihnen ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Der außerordentliche große Flüchtlingsstrom des Jahres 2015 hat auch uns betroffen gemacht. Der Landesverband der Salzburger Pfadfinder und Pfadfinderinnen rief eine Flüchtlingskinderbetreuung „Children’s Area“ ins Leben, die zuerst in der Tiefgarage am Bahnhof, dann im ASFINAG-Gelände in Liefering stattfand. Aus der Gruppe Oberndorf halfen CaEx, RaRo, Leiter*innen, Vertreter*innen aus dem AR und Eltern in insgesamt ca. 200 Betreuungsstunden mit, die vielfach traumatisierten Flüchtlinge zu betreuen.

2016

2016 hielt als ersten Höhepunkt die gemeinsame Landesaktion „Wurzerl‘16“ aller Stufen vom 2.-3.4. am Zellhof bereit. Dieses außerordentlich gelungene Wochenende wurde auch durch einige AR-Mitglieder unserer Gruppe unterstützt.

Ab April beschäftigte die ganze Gruppe das Projekt „Lehmofen“, der unter der Organisationsleitung von Wolfgang Mittasch mit tatkräftiger Unterstützung von Richard Pfeifenberger und Georg Engetsberger unter Einbindung aller Stufen heranwuchs.

Das GR/AR-Dankeswochenende von 24. auf 25. Sept 2016 führte uns in diesem Jahr nach Igls in Tirol. Bei Kaiserwetter bestiegen wir den Patscherkofel und wurden mit einer traumhaften Aussicht auf Innsbruck und die Nordkette belohnt. Durch die abendliche Stärkung mit Kasnocken und Haggis konnten wir die für den folgenden Tag geplante Stadtführung gut bewältigen.

2017

2017 mussten wir uns von Reinhold „Stuzi“ Stürzer verabschieden, der am 5.März völlig unerwartet im 61. Lebensjahr verstarb. Stuzi war eine Institution in unserer Gruppe, viele Anekdoten ranken sich um ihn und wir werden ihn in bester Erinnerung behalten.


Mit der 1. Radel-Rallye der PFO hatte das Jahr einen echten Höhepunkt.

 
Der Lehmofen wurde fertiggestellt und die Außenkontakte wurden unter anderem durch den Besuch bei der Gruppe Bergheim anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens gefestigt.

2018

2018 begann mit einer besinnlichen Nachtwanderung im Gedenken an Stuzi und hielt mehrere Highlights bereit: die 2. Radel-Rallye, Kassiereinsätze beim Faschingsumzug in Laufen und bei der Piratenschlacht des Schifferschützen Corps Oberndorf, den Besuch des Stammes Laufen der DPSG anlässlich seines 40-jährigen Bestehens und die Erneuerung der Arena zusammen mit der Neugestaltung des Gedenksteines für unsere verstorbenen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. 

Den letzten Höhepunkt des Jahres stellten der Auftritt der Anglöckler und die Teilnahme der gesamten Gruppe bei der Eröffnungsfeier des Salzburger Christkindlmarktes am Domplatz dar, der in diesem Jahr im Licht eines Christbaumes aus Oberndorf erstrahlte.

2019

2019 bekamen wir im Zuge der traditionellen Nachtwanderung beeindruckende Einblicke in der neuen Sternwarte auf dem Haunsberg.

Die 3. Radel-Rallye, aber ganz besonders die Aktivitäten rund um das Gruppenlager anlässlich des 95 Jahr-Jubiläums der PFO am Lipplgut vom 13.-15.9. prägten das Jahr. Außerdem die Landesaktion der Salzburger Pfadis „Zusammen(B)rücken“ im Stadtpark Oberndorf im Oktober und die Teilnahme einer AR-Delegation am Festakt „95-Jahr-Jubiläum Pfadfindergruppe S2/Katze“.

Leider verstarben in diesem Jahr drei, für die PFO sehr wichtige, Altpfadfinder: Fritz Anderle und Bernd Prem, beide ehemalige Obmänner, und Anton Kowatsch.

2020

Gerade noch vor Beginn der Corona-Pandemie, gelang Anfang des Jahres die Schottland-Reise von 9 AR- und GR-Mitgliedern: Besuch der Gruppe „37th Henderson Scout Group“ in Kilmarnock zur „Burns Night“.

Danach war kein regulärer Heimbetrieb mehr möglich. Es wurde auf Online-Treffen sowohl bei der pädagogischen Stufenarbeit als auch im Aufsichtsrat umgestellt und trotz aller Schwierigkeiten versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Präsenzaktivitäten mussten abgesagt werden. Dennoch wurden von Februar bis September die Fassadenrenovierung des Heimes, die notwendigen Instandhaltungsarbeiten sichergestellt. Ein Problem wurde im Laufe des Jahres offensichtlich: die Steinmauer zur Salzachuferstraße und die Wegsanierung vom Heimvorplatz bis zur Arena.

Daneben wurde die Stadtgemeinde Oberndorf bei der Corona-Massentestung personell unterstützt.

Anstatt der Weihnachtsfeier wurde ein Rundgang mit besinnlichen Stationen organisiert, der alleine oder im Kreise der Familie abgegangen werden konnte.

Die Anglöckler traten bei der Stille-Nacht-Feier der Stadtgemeinde, die online und ohne Publikum gesendet wurde, auf.

2021

2021 war das Vereinsleben weiterhin durch Corona stark beeinträchtigt. Veranstaltungen in Präsenz fanden nicht oder nur sehr eingeschränkt statt. Immer wieder musste auf Online-Kommunikation ausgewichen werden. Umso bemerkenswerter ist es, dass der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen gehalten wurde und sogar Sommerlager stattfanden!

Wie 2020 wurde die Weihnachtsfeier ersetzt: dieses Mal durch eine Fackelwanderung im kleinen Kreis und die Anglöckler bereicherten auch dieses Jahr durch ihren Auftritt die Online-Stille Nacht Feier der Stadtgemeinde.

Darüber hinaus ergab eine professionelle Begutachtung, dass sich die Steinmauer zum Salzachtreppelweg bewegt und zusammen mit dem Weg entlang des Heimes sehr aufwendig und kostspielig saniert werden müsste. Ein Projekt, dass die PFO nicht allein stemmen konnte! Es begannen daher die umfassenden Gespräche und Planungen für die Arbeiten und die Finanzierung. Im Laufe des Jahres wurden die notwendigen Anträge für die Bauarbeiten und Subventionen gestellt, Arbeitseinsätze und Begehungen vorgenommen und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Sanierungsarbeiten 2022 begonnen werden konnten.

2022

2022 entspannte sich die Coronalage schrittweise und beeinflusste die Aktivitäten nur mehr im ersten Quartal spürbar. Bereits das Georgswochenende Ende April konnte zur großen Freude aller Beteiligten wieder in Präsenz durchgeführt werden und wurde außerdem für eine gelungene GR- und AR-Dankesaktion genutzt. Hervorragend durch einen eigens bestellten Food-Truck verköstigt, wurden die herausfordernden Ereignisse der letzten Zeit in gemütlichem Beisammensein besprochen und besonders der persönliche Gedankenaustausch genossen.

Die bestens vorbereiteten Sanierungsarbeiten der Steinmauer wurden erfolgreich abgeschlossen und einerseits durch großzügige Subventionen von Land Salzburg und der Stadtgemeinde Oberndorf, andererseits durch beträchtliche finanzielle Eigenmittel und ca. 600 Stunden Arbeitsleistung der Pfadfinder*innengruppe möglich gemacht.
Die Erneuerung des Zaunes und der Pflasterung wurde bis Herbst 2022 beendet.

Einen Höhepunkt hielt das Landeslager „PUR“ der Salzburger Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Ebenau bei Salzburg vom 02.-12.08. bereit. Oberndorf stellt sowohl das zahlenmäßig drittgrößte Teilnehmer*innenkontingent, als auch eine große Anzahl von Mitarbeiter*innen in der Lagerorganisation und Programmplanung.

Eine besinnliche Weihnachtsfeier in Form einer Weihnachtswanderung mit Abschluss bei der Schifferkapelle und anschließendem Feiern im Pfadiheim lies das Jahr ausklingen. Auch die Anglöckler und Sternsinger besuchten nach zwei Jahren Corona-Pause endlich wieder die Familien in und um Oberndorf.

2023

2023 verlief erstmals wieder völlig ohne Einschränkungen durch die Coronapandemie.

Den gesellschaftlichen Höhepunkt 2023 stellte das Festwochenende vom 23.-25.06. anlässlich 1275 Jahre gemeinsame Stadtgeschichte Laufen – Oberndorf mit Ausrückungen in beiden Städten und dem von uns Pfadfinder*innen durch das Einsetzen der Lichterflöße mit ca. 3.000 Fackeln in die Salzach mitgestalteten „Sonnwend an der Salzach“ dar.

Die Anglöckler zogen seit diesem Jahr mit einer zweiten Drehkrippe durch Oberndorf und die Sternsinger krönten ihre Besuche bei den Familien in und um Oberndorf durch einen bejubelten Gastauftritt als Botschafter des Oberndorfer Brauchtums in Brüssel vor Vertretern der EU.

2024

2024 stand ganz im Zeichen der Jubiläumsaktivitäten anlässlich der Gründung der Pfadfinder*innengruppe Edelweißhorst Oberndorf vor 100 Jahren.

Am 25.01.2024 bekam ARV Bernard Stockinger für seine jahrzehntelangen Verdienste um die Pfadfinder*innen in einem Ehrungsfestakt von Bürgermeister Ing. Georg Djundja das Ehrenzeichen in Gold der Stadtgemeinde Oberndorf verliehen.

Am 26.01.2024 folgte eine von Wolfgang Mittasch ausgezeichnet organisierte Nachtwanderung von Laufen über Osing, den Abtsee, Schloss Triebenbach und wieder zurück. Den Höhepunkt dieser sehr nassen, kalten und stürmischen Aktion bildeten die Versprechen von Christine Mittasch und Gergö Tuba-Fichtner vor der Kulisse von Schloss Triebenbach und dem plötzlich strahlenden Mond.

In der Jahreshauptversammlung am 23.02.2024 wurden ARV Bernard Stockinger und ARV-Stv. Paula Brunner für ihre letzte Amtsperiode gewählt.

Am 25.05.2024 startete das Festwochenende mit einem beeindruckenden Festakt. Im großen Festzelt und am Lagerfeuer rund um das Pfadiheim feierten mit dem jubelnden Verein bis spät in die Nacht hinein mehr als 200 Gratulant*innen aus anderen Pfadfinder*innengruppen, aus der Politik und aus dem Kreis der Eltern und Freund*innen ein fröhliches Fest.
Paula wurde für ihre über 20-jährige Funktionärinnentätigkeit durch die Verleihung des Ehrenmedaillons der PFO zur Ehrenpfadfinderin der Gruppe Oberndorf ernannt.

Am 26.05.2024 gestalteten die Stufen und der Chor die Festmesse mit der Weihe der neuen Vereinsfahne. Das Highlight des Jahres bildete das gemeinsame ereignisreiche und abenteuerliche Gruppenlager vom 10.-14.07.2024 mit Blick auf Maria Bühel und über die Stadt Oberndorf.

Das aufregende Jubiläumsjahr fand durch die Weihnachtsfeier, das Anglöckeln und Sternsingen einen besinnlichen Ausklang.