Unsere Ca/Ex wollten gerne für eine Woche das Pfadfinderheim in Beschlag nehmen. Die Idee war geboren – eine WG! Eigentlich ist das ja eine Ra/Ro Methode. Deshalb überlegten wir alle, wie dies funktionieren kann und suchten ein Datum, wo noch keine Prüfungstermine in der Schule sind. So bezogen die ersten am Samstag den 14.2. mittags, mit allem, was sie so in der nächsten Woche brauchen würden, das Pfadiheim. Es wurde überlegt, was an Essen benötigt wird, dies nach Plan eingekauft und gemeinsam gekocht.

Ab Montag hieß es für fast alle, morgens aufstehen und ab in die Schule. Je nach Stunden- und Tagesplan kamen nachmittags die ersten wieder retour, begannen zu Kochen oder kauften Essen ein, das wieder ausgegangen ist. Immer wieder wurden auch Kuchen gebacken. Abends blieb gar nicht mehr so viel Zeit für Spiele o.ä., da die Tagesstruktur durch den Schulrhythmus, Kochen und Aufräumen doch sehr geprägt war.
Auch die Leiter*innen, die natürlich auch in dieser Zeit Arbeiten gingen, waren in der restlichen Zeit im Heim zu Hause. Dies sorgte auch rundherum für Erstaunen – „Was, du wohnst jetzt im Heim?“…
Den Abschluss der ganzen Aktion bildete der Flohmarkt, den wir jedes Jahr mit den Ra/Ro gemeinsam machten. Am Samstagabend machten wir es uns dann noch bei einem Grill-Lagerfeuer gemütlich, ließen noch die letzten Kraftreserven raus und ließen die Woche ausklingen.

Es war für alle eine sehr besondere Erfahrung und brachte die Erkenntnis, dass es oft gemeinsam lustig und laut sein kann, aber auch die Zeiten der Ruhe sehr fein sind.