Unser Sommerlager führte uns heuer zunächst nach Kopenhagen und anschließend zum nationalen Jamboree nach Kristianstad in Schweden. 
 
Bereits die Anreise mit dem Zug war ein erstes gemeinsames Abenteuer. Ein weiteres Rätsel erwartete uns im Pfadfinderheim in der dänischen Hauptstadt: Aufgrund eines Missverständnisses kämpften wir spätnachts gegen die schrillen Töne der Alarmanlage. Folglich kamen wir erst etwas später als geplant zur nächtlichen Ruhe.

Flexibel wie wir sind, starteten wir einfach ein wenig später in den nächsten Tag. Wir besuchten unter anderem die Kleine Meerjungfrau, das Kastellet, den Rundetårn, einen Paternosteraufzug, Christiania sowie die Müllverbrennungsanlage CopenHill mit ihrer Skipiste auf dem Dach. Trampoline entlang der Hafenpromenade, Spiele am Lagerfeuer und viele neue Eindrücke machten die ersten beiden Tage zu einem gelungenen Auftakt. 
 
Nach der Weiterreise nach Kristianstad begann am Samstag das schwedische Jamboree unter dem Motto “Tillsammans” (=”Together”). Gemeinsam mit den schwedischen scouts und den britischen girl guides errichteten wir unser Unterlager. Zur feierlichen Eröffnungszeremonie kamen etwa 18.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 40 Nationen, zumeist jedoch aus Schweden, zusammen. In den folgenden Tagen erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm mit lustigen Teamaufgaben, einer kniffligen Stadtrallye in Kristianstad und Aktivitäten zur persönlichen Weiterentwicklung und Selbstreflexion. Eine Caravelle erwartete sogar eine ganz besondere Erfahrung. Sie durfte das Versprechen ablegen und wurde somit Teil der weltweiten Pfadfinderbewegung. 
 
Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz. Ein Ausflug an den Strand sorgte für (noch mehr) Abkühlung, bei Bubble Soccer oder the ultimate capture the flag konnte man seinen Teamspirit unter Beweis stellen und bei einem Spaziergang durch das Camp stieß man immer auf neue Bekanntschaften und interessante Ideen.
 
Die Abschlussfeier führte uns nocheinmal vor Augen wieviele Pfadfinderinnen und Pfadfinder zusammengekommen waren. So ein Großlager verbreitet einfach eine einzigartige Atmosphäre. Diese konnten wir trotz kleiner Sprachbarriere spüren. Schwedisch verstehen konnten wir nämlich auch nach einer Woche immer noch nicht. Der Rede des Königs haben trotzdem alle andächtig gelauscht. 
 
Danach folgten noch der Lagerabbau und die erneut abenteuerliche Heimfahrt mit der deutschen Bahn. 
 
Das Sommerlager 2026 war für uns ein außergewöhnliches Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.